Internet

Das Internet – (fast) jeder nutzt es, aber was ist das und wie funktioniert es überhaupt?
Beim Internet handelt es sich ein weltweites Datennetz, das eine Vielzahl von Rechnernetzen miteinander verbindet.
Seine Ursprünge gehen auf die frühen 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Es basierte vor allem auf dem vom US-Militär entwickelten Arpanet und gilt durch seine anarchische Struktur als ein auch bei einem Atomschlag unzerstörbares Kommunikationsmedium.
Das Internet ermöglicht die Nutzung verschiedenster Dienste, wie Dateiübertragung (ftp), elektronische Post (email), Telefonie (VOIP), Fernsehen (IPTV) und natürlich auch dem World Wide Web (WWW). Oftmals wird das WWW mit dem Internet gleichgesetzt wird, was wir der Einfachheit halber hier auch tun werden.
Das WWW an sich wurde im Jahre 1989 von Tim Berners-Lee entwickelte, und im Jahre 1993 wurde der erste grafische Browser namens Mosaic vorgestellt. Diese so genannten Internetbrowser wurden praktisch zur Killerapplikation des Internet und verhalfen ihm zu seinem massenhaften Durchbruch. Erst dadurch konnten sich Firmen wie ebay oder Amazon aber auch Dienste wie Facebook oder auch youtube entwickeln.
In Jahr 2004 hatte gesamte Internet hatte nach Schätzungen von der Firma google ein Volumen von etwa 5 Exabyte, das entspricht 5.000.000.000 Gigabyte, und der monatliche Zuwachs dürfte bei mehr als 20.000 Gigabyte liegen. Um in solch einer riesigen Datenmenge überhaupt irgendetwas finden zu können sind Suchmaschinen erforderlich. Der wohl unumstrittene Weltmarktführer ist hierbei die Firma google. Es gibt aber noch weitere Suchdienste wie z.B. Microsofts Bing oder auch den Veteran altavista.
Das Internet kann man auf verschiedene Weisen nutzen. Sei es um sich über Themen wie Hobbys, Sport, Länder o.ä. zu informieren, oder auch um selber Inhalte bereitzustellen. Letzteres kann man tun, indem man entweder eine eigene Internetpräsenz (siehe Web-Hosting, Web-Design) hat, oder in dem man sich an Communityseiten wie Facebook, Studi-Vz, Xing, an Internetforen oder auch an anderen Projekten beteiligt. Desweiteren kann man mit bzw. über das Internet telefonieren, Fernsehsendungen und Videos sehen, oder auch Radio hören.
Um das Internet zu nutzen haben sich in Deutschland die so genannten DSL-Anschlüsse durchgesetzt. Korrekterweise müsste man sie aber als asymmetrische DSL-Anschlüsse (ADSL) bezeichnen, da die Geschwindigkeit beim Herunterladen (download) um ein Vielfaches höher ist als beim Hochladen (upload).
Man merkt diesen Unterschied vor allem wenn man Daten ins Internet schickt, z.B. beim Versenden größerer Emails oder beim Einstellen von Bildern oder Videos auf eine Internetseite. Dies ist auch der Grund warum es keinen Sinn macht z.B. seinen Heim-PC als Webserver zu betreiben, schließlich müssten bei jedem Seitenaufruf die Daten mit der geringen Uploadgeschwindigkeit ins Internet gesendet werden.
Wie schon in der Einleitung erwähnt, rühmt sich das Internet für seine hohe Ausfallsicherheit. Diese wird durch eine netzartige Struktur erreicht, d.h. wenn man beispielsweise in Neustadt ist und eine Internetseite anschauen möchte die auf einem Webserver in Berlin liegt, so muss die Verbindung zu dieser Seite nicht zwangsläufig direkt nach Berlin gehen, sondern kann genauso gut auch über Moskau, Peking, Perth, etc. gehen, bis sie endlich in Berlin ankommt.
Die einzelnen Rechner im Internet werden mit einer numerischen Adresse (IP-Adresse) angesprochen. Da sich solche Zahlen aber von uns Menschen nur schlecht merken lassen, entwickelte man die Domainnamen (z.B. www.ats-edv-service.de) erfunden. Damit nun wiederum die Computer die passenden Rechner finden gibt es eine Art „Telefonbuch“ für diese Adressen – die so genannten Domain-Name-Service-Server (DNS-Server). Es gibt im gesamten Internet mehrere solcher DNS-Server, die ihre Daten auch miteinander austauschen. Bei Änderungen kann es durchaus mehrere Tage dauern, bis sich diese auf alle DNS weltweit übertragen haben. Deshalb sind Domainumzüge auch nicht kurzfristig möglich, sondern es erfordert eine gewisse Zeit, bis die jeweilige Seite wieder vollständig erreichbar ist.
Im Prinzip ist das Internet also eine Art Universalhilfsmittel das seinen Nutzern Daten und Dienste anbietet. Deswegen bezeichnet man das Internet auch als eine virtuelle Welt. Man sollte sich von diesem Begriff aber nicht verleiten lassen, und das Internet als einen rechtsfreien Raum ansehen – ganz im Gegenteil. Gerade im WWW sind die meisten Inhalte nicht frei von Urheberrechten und Lizenzen und man sollte ganz genau hinschauen was man wie benutzen möchte.
Besonders bei der Vielzahl von Fotos im Internet kann man schnell dazu verleitet werden diese Bilder für seine Zwecke zu nutzen. Hierbei sollte man aber sehr vorsichtig sein, da es dabei sehr schnell Abmahnungen und Klagen hageln kann, insbesondere wenn diese auf Internetseiten verwandt wurden. Der bessere Weg ist entweder gezielt nach Bilder mit den entsprechenden Freigaben zu suchen, oder einfach den Rechteinhaber nach den Verwendungsmöglichkeiten zu fragen. Mittels Suchmaschinen ist es nämlich ein leichtes solche Daten wiederzufinden.
Das soll einem aber nicht de Spaß an diesem vielschichtigen Medium nehmen, sondern nur versuchen den Umgang damit zu schärfen. Im Prinzip sollte man sich in der virtuellen Welt des Internet genauso wie im richtigen Leben verhalten, wo man sich ja auch keine Dinge einfach so nehmen darf, sondern sie entweder kaufen muss, oder die Besitzer um Erlaubnis fragen muss.
Ein weiteres Problem im Internet sind die Computerviren, -würmer und andere Schädlinge. Aber dazu mehr unter Web-Security.